Ernährungsmedizin

Ernährungstherapie | Heilfasten | Intervallfasten

Schon Hippokrates empfahl: Lasst Eure Nahrungsmittel Eure Heilmittel sein …

Leider ist das nicht ganz so einfach, denn Nahrung kann krank oder aber gesund machen.

Früher wurde gegessen, was da war. Entscheidend für die Auswahl der Nahrungsmittel waren der Geldbeutel und die Jahreszeit. Heute leben wir im Überfluss und haben den Luxus frei zu wählen, was wir essen und was nicht. Die meisten von uns haben eine Vorstellung davon, was eine gesunde Ernährung ausmacht. Vitamine, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe wie Antioxidantien sind in aller Munde. Auch die schwarzen Schafe Zucker, weißes Mehl und Fett kennt jeder. Frisch, regional, saisonal und ökologisch – mit zunehmendem Wissen steigen auch die Ansprüche. Aber die Ernährungstherapie ist nicht nur eine Frage des Lifestyles, sie kann mehr. Und zwar nicht nur im Punkt Prävention. Ernährungstherapie lindert verschiedene Beschwerden und leistet sogar in vielen Fällen den entscheidenden aktiv heilenden Impuls.

In meiner Praxis erstelle ich zusammen mit meinen Patienten nach sorgfältiger Analyse und Anamnese einen individuellen Ernährungsplan, der im Laufe der Zeit angepasst wird und zu einer langfristigen Ernährungsumstellung führen kann, die im Alltag umsetzbar ist. Vereinbaren Sie gerne einen Termin zu einem Beratungsgespräch in meiner Praxis.

Häufig gestellte Fragen:

Welche Krankheiten werden behandelt?

Oft geht es bei der Ernährungstherapie um das aktuelle Körpergewicht (Über- und Untergewicht, Essstörungen), aber nicht nur. Die meisten Zivilisationserkrankungen wie Übergewicht, Gicht, Bluthochdruck, KHK, Arteriosklerose und Fettstoffwechselstörungen könnten mit einer gesunden Kost oftmals vermieden werden. Viele Erkrankungen der Organe und des Stoffwechsels sind über die Ernährung zugänglich. Welche Ernährung für jemanden richtig ist, ist jedoch gelegentlich höchst unterschiedlich. Bei Diabetikern zum Beispiel dreht es sich um die Kohlenhydrate, Osteoporosepatienten müssen viel Kalzium essen, Patienten mit Nierenkrankheiten Kalzium um jeden Preis meiden und bei Hypercholesterinämie stehen das Cholesterin bzw. die Nahrungsfette auf der Liste. Aber auch bei Rheuma, Schuppen-flechte und Neurodermitis gibt es ernährungstechnisch viel zu beachten.

Gerade bei Erkrankungen der Verdauung (Verstopfung, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Durchfall, Magenkrebs, Hepatitis, Gallensteine, Verdauungsschwäche) helfen fundierte Tipps. Bei Lebensmittelallergien und Lebensmittelunverträglichkeiten (Zöliakie, Laktoseintoleranz) oder speziellen Vorlieben (Veganer, Vegetarier) muss manchmal geklärt werden, wie man die Ernährung gestaltet, ohne dass sich Mangelerscheinungen einstellen.

Die richtige Ernährung wirkt sich allerdings auch bei Gesunden auf das Allgemeinbefinden und die körperliche Fitness positiv aus. In der Prävention und als Anti-Aging-Maßnahme ist die Ernährungstherapie nicht wegzudenken.

Die Behandlung

In aller Regel gibt der Arzt den Anstoß zu einer Ernährungstherapie. Mit dieser Empfehlung geht der Patient zu einem Ernährungsberater. Er setzt die Vorgaben zusammen mit dem Patienten so um, dass er eine klare und vor allem alltagstaugliche Vorstellung vom Vorhaben hat. Mit einer Bemerkung: „Essen Sie weniger“ oder „lassen Sie das Cholesterin/Zucker weg“ ist einem Patienten in der Regel nicht geholfen. Er muss wissen, wo sich zum Beispiel Cholesterin versteckt und vor allem welche Alternativen er hat. So wird vom Frühstück bis zum Abendessen durchgesprochen, wie ein typischer Tag aktuell aussieht. Danach geht es darum, einen individuellen Plan aufzustellen. Gute und schlechte Fette, Vollkorn oder raffinierte Kohlehydrate, Nitritpökelfleisch oder gesundes Protein: die Ernährungstherapie erklärt die Unterschiede und Vorteile. Auch Tipps zur Zubereitung und Rezeptvorschläge sind Teil der Therapie. Am Ende steht ein detaillierter Diätplan. Besprochen wird in der Ernährungstherapie auch der Umgang mit Diätfehlern und Problemen der Umsetzung des Therapieplans. Der Ernährungsberater ist als Begleiter über einen gewissen Zeitraum an der Seite des Patienten, so dass ein langfristiger Erfolg möglich ist mit wenig Frustration seitens des Patienten.

Wirksamkeit

Die medizinische Wirksamkeit der Ernährungstherapie bei verschiedenen Erkrankungen ist gut mit Studien belegt. Je nach Krankheit müssen die Maßnahmen vorübergehend oder dauerhaft durchgeführt werden.  Wichtig ist ein individueller und gut umsetzbarer Ernährungsplan, sonst führt das Einhalten des Plans schnell zu Frustration und wenig Motivation, die Ernährungsumstellung weiter fortzuführen.