Orthomolekulare Medizin

Mikronährstofftherapie

Mikronährstoffe – Bausteine des Lebens

Laut Definition des zweifachen Nobelpreisträgers Prof. Linus Pauling versteht man unter orthomolekularer Medizin die Therapie von Stoffwechselstörungen mit körpereigenen Substanzen im therapeutischen Bereich.

Diese Mikronährstofftherapie beinhaltet den Einsatz von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen sowie bestimmten Fett- und Aminosäuren.

Mikronährstoffe (Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Fettsäuren, Aminosäuren, Enzyme, sekundäre Pflanzenstoffe) sind essentiell für eine physische (körperliche) und psychische (seelische) Gesundheit des Menschen.

In den Zellen wirken die Mikronährstoffe wie Katalysatoren für die Energieherstellung in den Mitochondrien, den Energiekraftwerken in unseren Zellen.  Zudem sind Mikronährstoffe an tausenden von Stoffwechselfunktionen beteiligt.   Somit kann ein Nährstoffmangel zu einem eklatanten Energiemangel in den Zellen führen. Besteht dieser Mangel langfristig, bewirkt dies eine Fehlsteuerung der Zelle und verursacht einen DNA-Schaden. In der Folge kommt es zu chronischen Erkrankungen.

Mikronährstoffe wirken im menschlichen Körper häufig auch als so genannte Antioxidantien. Sie neutralisieren sauerstoffhaltige Substanzen, die chemisch als „freie Radikale“ bezeichnet werden und durch Oxidation die Strukturen unserer Zellen schädigen können. Freie Radikale entstehen täglich in großen Mengen bei den verschiedensten Stoffwechselvorgängen. Um den Körper vor Schäden durch sie zu schützen, hat der menschliche Körper ein komplexes System aus enzymatischen und nichtenzymatischen Radikalenfängern entwickelt.

Nicht enzymatische Radikalenfänger (Antioxidantien):
Zu den nicht enzymatischen Radikalenfängern gehören Vitamine (A, B12, B6, B2, B1, C, D, und E), Spurenelemente (Kupfer, Selen, Zink, Chrom Mangan), Aminosäuren (Methionin, Cystein), sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide, Karotinoide, etc.), bioorganische Moleküle (alpha-Liponsäure, Coenzym Q10, Caronitin, Melatonin).

Enzymatischen Radikalenfänger:
Zu dieser Sorte Radikalenfänger gehören Enzyme wie Superoxid-Dismutasen, Reduktase, Katalasen und Peroxidasen. Ihre Wirkung ist abhängig von Mineralstoffen und Spurenelementen wie B2, Magnesium, Zink, Kalium, Kupfer, Eisen, Selen und Mangan. Enzyme sind Biokatalysatoren, die für einen erleichterten Ablauf chemischer Reaktionen sorgen.

Als sogenannte Nahrungsergänzungsmittel helfen sie dem Körper, Stoffwechselabbauprodukte wegzuräumen, die vor allem bei Entzündungsprozessen gehäuft anfallen.

Der Mangel ist im Blutserum oder direkt in den Blutzellen mittels Laboranalyse nachweisbar. Hierzu berate ich Sie gerne in einem ersten Termin in meiner Praxis.

Häufig gestellte Fragen:

Mikronährstoffmangel – geht das heutzutage überhaupt?

Die tägliche Ernährung in Deutschland enthält zu wenig gesundheitsfördernde Mikronährstoffe. Hauptgrund ist der zu geringe Verzehr von Obst und Gemüse. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten wir täglich mindestens 5 Mal Obst oder Gemüse zu uns nehmen.

Doch auch bei der empfohlenen Menge an Obst und Gemüse besteht die Gefahr, in einen Mikronährstoffmangel zu geraten. Ursächlich dafür ist zum einen die Industrialisierung der Lebensmittelherstellung. Die „schnelle“ Küche umfasst nicht nur das sogenannte „Fastfood“ in Form von Pizza, Burger und Schnitzel, sondern auch die Halbfertigprodukte in Werks-, Schul- und Krankenhausküchen. Zusätzlich werden Obst und Gemüse unreif geerntet und gelangen erst nach langen Transportwegen und nach Lagerung in Kühl- oder Reifungshäuser auf unseren Tisch. Die Erzeugnisse sind anschließend nicht mehr sehr gehaltvoll. Einem „Zuviel“ an Schadstoffen, steht ein „Zuwenig“ an bestimmten Mikronährstoffen gegenüber.

Zum anderen sind Stress, Umweltgifte, Rauchen, Medikamente, Chemo- und Strahlentherapie, chronische Erkrankungen, Alter und Rekonvalenszenzphasen nach einer längeren Erkrankung wahre Nährstoffkiller. Zum Beispiel reduzieren Antibiotika die Verfügbarkeit von B-Vitaminen. Antirheumatika des Typs NSAR (Nicht steroidale Antirheumatika) wie Acetylsalicylsäure, Diclofenac oder Ibuprofen können zu einem Folsäure- und Vitamin-C-Mangel führen. Protonenpumpenhemmer bei säurebedingten Magen- und Darmerkrankungen führen zu Magnesiummangel, da die Aufnahme aus dem Darm durch diese Medikamente gestört wird.

Symptome eines Mikronährstoffmangels

  • Leistungsabfall
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • geringe mentale Stärke
  • Schmerzhafte Muskelkrämpfe und Zerrungen
  • Atemnot, Kurzatmigkeit
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • vermehrt Entzündungsprozesse und oxidativer Stress
  • Haarausfall
  • Wundheilungsstörungen
  • Osteoporose
  • Sehstörungen
  • Depressionen, Ängste
  • Schlafstörungen

Risikogruppen für einen Mikronährstoffmangel

  • Schwangere und Stillende
  • Heranwachsende
  • Senioren
  • Vegetarier, Veganer
  • Stressgeplagte
  • Sportler
  • Menschen, die Crash-Diäten machen oder fasten
  • Menschen mit medikamentösen Dauertherapien

Diagnostik eines Mikronährstoffmangels

Für eine gezielte Nährstofftherapie benötigt man zunächst eine ganzheitliche Labordiagnostik. In der Schulmedizin dienen die verschiedenen Laborparameter in erster Linie der Bestätigung einer Verdachtsdiagnose. Im Rahmen der Funktionellen Medizin und Prävention werden auch Laborparameter bestimmt, die über den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse hinausgehen. Dabei wird die zusätzlich gewonnene Erkenntnis im Sinne der Komplementärmedizin angewendet. Denn Krankheiten sind immer aus dem Gleichgewicht geratende Stoffwechselvorgänge, die durch einen suboptimalen Mikronährstoffstatus charakterisiert sind.

Laboranalysen erfolgen von Blut, Urin, Stuhl und Speichel. Welche genau durchgeführt werden müssen, lässt sich erst nach einer sorgsamen Anamnese genau sagen.

Welche Nahrungsergänzungsmittel kommen zum Einsatz?

Viele Menschen glauben, dass sie sich etwas Gutes tun, wenn sie Vitaminpräparate unkontrolliert zu sich nehmen. Doch die ungezielte Substitution („Nahrungsergänzung“) von Antioxidantien führt nicht selten zu unerwünschten Wirkungen und birgt die Gefahr der Überdosierung oder auch der Konfrontation des Körpers mit schädlichen Zusatzstoffen in den Präparaten.

Ein gesundes Maß an gesunder, vitaminreicher Ernährung, an regelmäßiger, nicht überlastender Bewegung und das Einhalten von erholsamen Ruhepausen und von Schlaf führen zur Gesunderhaltung und Gesundung und zeigen unbestritten einen deutlich höheren Effekt.

Neben einer gesunden Lebensweise mit ausreichend Schlaf, gesünderem Essen und mehr Bewegung empfiehlt sich der Einsatz von wichtigen Mikronährstoffen als Infusion, Injektion oder auch als Tablette nach ärztlicher Anweisung mittels individuell auf den Patienten zugeschnittenen Therapieplan.

Was ist die Power-Infusionstherapie?

Bei der Behandlung mit Infusionen werden Arzneimittel, Nährstoffe etc. unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes direkt in ein Blutgefäß eingebracht. Die Infusionsbehandlung stellt demnach eine besonders intensive Therapieform dar. Sie ermöglicht oft erst das Durchbrechen vorhandener Heilungsblockaden. Besonders bei chronischen Krankheiten wirken Infusionen häufig tiefgreifender, schneller und stärker als eine Therapie mittels Tabletten oder Spritzen. So werden in vielen Fällen erst durch die Infusionstherapie eine besonders effektive Beschwerdelinderung und Besserung des Befindens erreicht.

Bei welchen Beschwerden helfen die Infusionen?

  • zur Stärkung des Immunsystems
  • zur Optimierung des Säure-Basen-Haushaltes
  • zur Optimierung des Mineralhaushaltes
  • zur Entgiftung der Matrix
  • Anti-Aging
  • zur Entgiftung
  • bei Burnout
  • zur Stärkung und Prävention
  • zur Optimierung der Mikronährstoffe bzw. Ausgleich von Mängeln

Die Zusammenstellung der Infusionen erfolgt stets individuell nach den jeweiligen Bedürfnissen des Patienten.

Therapien

  • Vitamin-C-Hochdosis-Intensivkur
  • Immuninfusion
  • Procain-Basen-Infusionskur
  • Anti-Aging-Infusion
  • Detox-Infusion
  • Burnout-Infusion
  • bei Rheumatoiden Erkrankungen
  • bei Herpes-Infektionen
  • bei Herz-Kreislauferkrankungen
  • für Sportler
  • Mikronährstoffinfusionen

Nutzen der Mikronährstofftherapie

Bei der orthomolekularen Medizin und somit der Mikronährstofftherapie dient der Einsatz von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen sowie bestimmten Fett- und Aminosäuren:

  • der Prävention von Krankheiten und der Gesunderhaltung
  • der Behandlung von Mikronährstoffmängeln
  • der Stärkung und Stabilisierung des Immunsystems
  • dem Erhalt der Leistungsfähigkeit
  • der Unterstützung und Ergänzung der Heilung
  • der Unterstützung der Vitalität

Vereinbaren Sie gerne einen Termin in meiner Praxis für ein Beratungsgespräch, ich freue mich auf Sie!